Schlandrauner Höhenweg: Urlaubsbericht von Reinhard Jakubowski

Ausblicke in den Vinschgau und auf die Ortler Alpen

Gute 600 m unter uns versteckt sich am Hang Schloss Annenberg. Quasi noch eine Etage tiefer im Etschtal liegt Goldrain, gegenüber Morter am Eingang zum Martelltal und die dunklen Burghügel der Montani-Ruinen.

Auf einer Bank am schmalen Wiesensteig machen wir eine kurze Pause von 15 Minuten, um in der Morgensonne das gegenüber liegende Bergpanorama aus Hasenöhrl und Laaser Ferner „zum Anfassen“ zu genießen.

Auch zu unserem Ziel Schlanders, dem Hauptort des Vinschgaus, nehmen wir schon den ersten Blickkontakt aus der Ferne auf.

Laaser Spitz in den Ortler Alpen. (Foto: Reinhard Jakubowski)Die Fallerbachschlucht am Schlandrauner Höhenweg. (Foto: Reinhard Jakubowski)Die Fallerbachschlucht am Schlandrauner Höhenweg. (Foto: Bärbel Jakubowski)
  • Links: Panorama vom Wiesenweg mit dem Laaser Spitz (3.305 m) in den Ortler Alpen.
  • Mitte und Rechts: Der Weg durch die Fallerbachschlucht ist mit Treppen und Geländern gesichert.

Ruinen zeugen von ehemaligen Siedlungen

Um 11:15 Uhr stoßen wir auf die Ruinen von Laggar (1.570 m), einer vermutlich ursprünglichen Bergknappensiedlung aus der Zeit des Erzabbaus.

Im Jahre 1290 wurde diese schon zum ersten Mal erwähnt. 1913 hatte die Gemeinde Vetzan sie angekauft, bevor sie in der ersten Hälfte des 20. Jh. aufgelassen wurde.

Unser Pfad führt nun bergab durch ein Waldstück über felsdurchsetzten Waldboden und schon 10 Minuten später folgt mit den verfallenen Mauern von Zuckbichl (1.508 m) die nächste ehemalige Siedlung aus dieser Zeit.

Nach kurzem Fotostopp setzen wir unseren Weg um 11:35 Uhr fort indem wir die Fallerbachschlucht durchsteigen. In diesem gesamten Bereich der Ruinen und des Fallerbaches ist etwas Trittsicherheit von Vorteil, wenngleich der Weg sicher angelegt ist und zum Teil Treppen und Geländer dem Wanderer helfen.

Der Steig führt uns aus der Schlucht heraus auf einen breiten Wirtschaftsweg, dem wir – nun wieder in völlig offenem Gelände – nach Patsch (1.428 m) folgen.

Auch bei Patsch handelt es sich um eine sehr alte Siedlungsstätte aus der Zeit des Erzabbaus. Sie war ebenfalls von der Fraktion Vetzan 1912 - zu Weidezwecken - erworben worden.

Bei allen Ruinen finden sich kleine Informationsschilder, die kurz auf den geschichtlichen Hintergrund hinweisen.

Ruine Laggar am Sonnenberg im Vinschgau. (Foto: Reinhard Jakubowski)Ruine Zuckbichl am Sonnenberg im Vinschgau. (Foto: Bärbel Jakubowski)Der ehemalige Hof Patsch am Sonnenberg im Vinschgau. (Foto: Reinhard Jakubowski)
  • Die Ruine Laggar auf 1.570 m (links), die Ruine Zuckbichl auf 1.508 m (mitte) und der Hof Patsch auf 1.428 m (rechts) waren vermutlich ehemalige Bergknappensiedlungen im Erzabbau.

Text von Reinhard Jakubowski aus Gladbeck. Fotos von Bärbel und Reinhard Jakubowski. Die Verwendung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Autoren.

Berichte und Texte von Gastautoren geben nicht notwendigerweise die Meinung des Medieninhabers wieder.

Bergnotruf Tel. Nr.: 118

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