Schlandrauner Höhenweg: Urlaubsbericht von Reinhard Jakubowski

Mit der Seilbahn nach Sankt Martin im Kofel

Ganz alleine sind wir zwei dann aber doch nicht als wir hinaufschweben. Es haben sich noch zwei weitere Wanderer eingefunden. Diese fast einzigen Höhenmeter des Tages von Latsch (639 m) nach St. Martin im Kofel (1.740 m) gleiten wir in der Gondel mühelos hinauf.

Während Latsch unter uns immer kleiner wird, wächst gegenüber die Laaser Spitze immer stärker heraus und als wir die Bergstation verlassen, präsentiert sich uns schon ein beeindruckendes Panorama: unter uns der Vinschgau mit seinen verstreuten Ortschaften und die majestätische Kulisse der gegenüber liegenden Bergwelt mit Hasenöhrl, Martelltal und den Gletscherbergen der Ortlergruppe.

Unsere Wegnummer ist die 14

Den kleinen Tagesrucksack gerichtet, ein Blick zurück auf Latsch, die Kamera schussbereit und gut gelaunt bei mildem Frühjahrswetter marschieren wir um 9:50 Uhr auf unserem Weg Nr. 14 los.

Es ist fast windstill und wir empfinden es dadurch wärmer als es ist; denn unten im Tal hatten wir bei Abfahrt der Seilbahn 12 Grad. Hier oben – über 1.000 m höher - kann die Temperatur daher nicht viel mehr als 3 bis 4 Grad betragen.

Genau 3 Stunden Gehzeit prognostiziert unser Wanderschild bis Schlanders. Wir folgen dem asphaltierten Fahrweg leicht abwärts nach links bei Verlassen der Seilbahnstation und erblicken schon nach wenigen Minuten die ein wenig tiefer liegenden Höfe Oberhaus, Pardatsch und Niederhaus sowie darüber an unserem Weg die Höfe Egg (mit Jausenstation) und Forra. Sie alle kleben förmlich wie in einer Modelllandschaft am Steilhang vor uns.

Bergbauernhof am Sonnenberg im Vinschgau. (Foto: Reinhard Jakubowski)Die Bergbauernhöfe Egg und Forra am Sonnenberg im Vinschgau. (Foto: Reinhard Jakubowski)(Foto: Reinhard Jakubowski)
  • Links: Höfe in malerischer Lage erwachen aus der Winterruhe und blicken in den Vinschgau, auf den Laaser Spitz (3.305 m) und auf die gegenüberliegenden Ortler Alpen.
  • Mitte: Die Höfe Egg und Forra liegen auf knapp 1.700 m.
  • Rechts: Schon früh sind die Bergbauern unterwegs, um die Höfe zu bewirtschaften.

Vorbei an Egg und Forra

Die Asphaltierung endet nach kurzer Zeit und wir finden den Fahrweg nun wanderfreundlicher. Es geht ein wenig bergab als wir die Runse des Tissbachs passieren. Zwar ist der Weg völlig schneefrei, aber der Einschnitt liegt hang- und talseitig hoch voll Altschnee.

Die Jausenstation von Egg (1.677 m), die letzte auf dieser Wanderung, kommt heute für uns zu früh; denn bis hierher sind wir erst 30 Minuten unterwegs.

Kurz vor dem Anwesen von Forra (1.689 m) weitet sich der Weg zu einem kleinen Platz mit einem Wegkreuz in einer Natursteinmauer. Wir bleiben auf der Nr. 14 und folgen der Ausschilderung Richtung „Zuckbichl“ und Schlanders. Hier endet die Fahrstraße und der Weg führt rechts unter einem Schutzdach aufwärts.

Wir queren einen großen Wiesenhang entlang eines wackeligen Zaunes. Latsch, das wir zwischenzeitlich nicht sehen konnten, rückt nun hinter uns wieder ins Blickfeld.

Text von Reinhard Jakubowski aus Gladbeck. Fotos von Bärbel und Reinhard Jakubowski. Die Verwendung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Autoren.

Berichte und Texte von Gastautoren geben nicht notwendigerweise die Meinung des Medieninhabers wieder.

Bergnotruf Tel. Nr.: 118

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